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27.05.2022

Königsberger-Ludwig/Schmidt: Gendermedizin muss in medizinischer Praxis Einzug halten

Im Vorfeld des morgigen internationalen Frauengesundheitstages fordern SPÖ-Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig sowie die Frauenvorsitzende der SPÖ NÖ, LAbg. Elvira Schmidt, die genderspezifischen Unterschiede von Krankheiten mehr in den Blickpunkt der allgemeinen Gesundheitsversorgung zu rücken: „Denn Frauen brauchen in vielerlei Hinsicht eine eigene Medizin, die umfassend gedacht werden muss.“

 

Der Bildungsstand, die Arbeitssituationen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Unterstützungsleistungen bei der Pflege von Angehörigen, der Migrationshintergrund, die Sprach- und Systembarrieren sowie das zunehmende Alter hätten, so die beiden sozialdemokratischen Politikerinnen, enorme Auswirkungen auf die medizinische Versorgung und Gesundheit von Frauen. „Zwar existieren bereits einige Angebote, jedoch fehlt ein standardisiertes Konzept zur Implementierung und Verbreitung von angewandter Gendermedizin“, skizzieren Königsberger-Ludwig und Schmidt die aktuell unbefriedigende Situation.

 

Als gute Basis für ein solches Konzept sehen die beiden den im Jahr 2017 vorgestellten Aktionsplan Frauengesundheit, in dem 17 Wirkungsziele und 40 Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit für Frauen formuliert sind. „Wir wissen seit einiger Zeit, dass Frauen andere Gesundheitsrisiken als Männer tragen und auch anders krank werden. Diese Erkenntnis muss nun aber in die medizinische, therapeutische und pflegerische Praxis verstärkt einfließen, damit das Angebot besser auf die spezifischen Bedürfnisse der Frauen ausgerichtet wird. Die besonderen Umstände und Belastungen im Leben der Frauen haben spürbare Auswirkungen auf ihre Gesundheit und erfordern damit auch geeignete Maßnahmen in der Prävention und der Gesundheitsversorgung“, so Königsberger-Ludwig und Schmidt abschließend.


Standardisiertes Konzept zur Implementierung notwendig