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27.01.2022

Pfister zum NÖ Arbeitsmarkt: „Dank ÖVP-Blockierer ist Feuer am Dach!“

Als „besonders bizarr“ beschreibt der ArbeitnehmerInnensprecher der SPÖ NÖ, LAbg. Rene Pfister die planlosen Aktionen der ÖVP NÖ:

„Während sich die Volkspartei im Landtag zum Thema ‚Arbeitsmarkt‘ selbst beweihräuchert, ist laut einer neuen Studie und Wolfgang Ecker, dem Präsidenten der Wirtschaftskammer NÖ, Feuer am Dach des niederösterreichischen Arbeitsmarkts! Denn laut der Studie der KMU Forschung Austria kann jede zehnte Stelle in NÖ nicht besetzt werden, was laut Ecker Niederösterreichs Unternehmen rund 400 Millionen Euro pro Jahr kostet. Dass die ÖVP NÖ trotz dieses Umstands eine Jubelstunde im Landtag abhält, mutet befremdlich an! Eine äußerst skurrile Situation!“


Aufgrund der längst bekannten Missstände auf dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt hat die SPÖ NÖ vergangenes Jahr einen Arbeitsmarktschwerpunkt gesetzt und zahlreiche Anträge im Landtag eingebracht, so Pfister weiter: „Beispielsweise einen Antrag zur raschen Einführung der ‚Aktion 40.000‘, um langzeitarbeitslose Menschen zurück ins Berufsleben zu holen und um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Oder aber auch einen Antrag betr. einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, um dem modernen Arbeitsmarkt endlich gerecht zu werden. Es gab auch einen Antrag mit Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Jugendliche am Lehrstellenmarkt, um junge Menschen für Lehrberufe zu begeistern, oder auch einen Antrag mit einem Maßnahmenpaket für eine gezielte Unterstützung der niederösterreichischen Einpersonenunternehmen, um vor allem die Wertschöpfung in den Regionen voranzutreiben! All diese Anträge wurden vergangenes Jahr im NÖ Landtag behandelt und wurden von der absolut regierenden ÖVP NÖ vom Tisch gewischt, ohne sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen! Ein trauriges Schauspiel zulasten unseres Arbeitsmarkts und vor allem zulasten der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher!“


Abschließend betont Pfister, dass auch das kürzlich präsentierte KinderPROgramm der SPÖ NÖ mithelfen könne, die Situation am Arbeitsmarkt zu beruhigen: „Durch das schlechte Kinderbetreuungsangebot in Niederösterreich werden speziell Frauen dazu gezwungen, in schlecht bezahlten Teilzeitberufen zu arbeiten oder ganz zu Hause bei den Kindern zu bleiben. Auch wenn das das Wunschdenken der gesamten Volkspartei ist, kann dies keinesfalls die Lösung sein! Unsere Familien und insbesondere die Frauen verdienen endlich eine Wahlfreiheit und sollen entscheiden können, ob sie zu Hause bei den Kindern bleiben oder arbeiten gehen! Das wichtige Know-How von Frauen am Arbeitsmarkt darf jedenfalls nicht ungenutzt bleiben – denn es fehlt an allen Ecken und Enden!


Bizarre Situation im NÖ Landtag: Während sich die ÖVP NÖ selbst beweihräuchert, beklagt die Wirtschaftskammer NÖ „einen Personalmangel und alle Branchen sind davon betroffen“; Unzählige Arbeitsmarktanträge der SPÖ NÖ wurden vergangenes Jahr im Landtag abgelehnt