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Zuwenig Regen: Wird unser Wasser zum Spekulationsobjekt?

11.09.2026

Im Juli dieses Jahres musste in der Gemeinde Gaishorn am See (Steiermark) während vier Nächten die öffentliche Wasserversorgung eingestellt werden. Jeweils zwischen 22 und 6 Uhr kam kein Wasser aus der Leitung. Andere Gemeinden riefen ihre Bürger*innen auf, ihren Wasserverbrauch einzuschränken und kündigten gleichzeitig Leitungssperren an, wenn dies notwendig sein würde.

Im Juli dieses Jahres musste in der Gemeinde Gaishorn am See (Steiermark) während vier Nächten die öffentliche Wasserversorgung eingestellt werden. Jeweils zwischen 22 und 6 Uhr kam kein Wasser aus der Leitung. Andere Gemeinden riefen ihre Bürger*innen auf, ihren Wasserverbrauch einzuschränken und kündigten gleichzeitig Leitungssperren an, wenn dies notwendig sein würde.

Unser Wasser darf kein Börsentitel werden

Diese Einzelfälle machen aber bewußt, dass der Klimawandel schnell voranschreitet. Die von Jahr zu Jahr länger werdenden Hitzeperioden und die immer geringer ausfallenden Regenfälle setzen jetzt auch die Trinkwasserressourcen unseres Landes unter Druck, obwohl Österreich als eines der wasserreichsten Gebiete Europas gilt!

In den Monaten Jänner bis Juni dieses Jahres wurden in Österreich 27 % weniger Regen gemessen als im langjährigen Durchschnitt. Im Juli verschärfte sich die Situation nochmals, denn da fehlten bereits 54 % an Niederschlag und im August setzte sich dieser Trend fort. Fast alle Messpunkte in Österreich registrierten ein erhebliches Absinken der Grundwasserspiegel. Meteorologen und Hydrologen rechnen fest damit, dass sich diese Entwicklung mit jedem Jahr verstärken wird.

Wir müssen uns bewußt machen, dass wir im Umgang mit dieser lebensnotwendigen Ressource rasch umdenken müssen, denn: Wird ein Rohstoff knapper, steigt dessen wirtschaftlicher Wert.

Und das ruft die Geschäftemacher, vor allem die Spekulanten auf den Plan. Wasser wird bereits an vielen Rohstoffbörsen der Welt gehandelt – nur selten mit erfreulichen Ergebnissen für jene Menschen, deren Trinkwasser zum Spekulationsobjekt geworden ist.

Das SPÖ-Regierungsteam will das in Österreich unter allen Umständen verhindern. Das Ziel ist es, dass Wasser als öffentliches Gut in unsere Verfassung aufgenommen wird, damit es vor Privatisierung und Geschäftemacherei jeder Art geschützt ist und bleibt.

Wir ersuchen unsere Leser, die Petition der SPÖ zu zeichnen. Die Liste der Unterstützenden wird dem Nationalrat vorgelegt und das soll auch die Abgeordneten der anderen Parteien zur Zustimmung bewegen, denn für eine Verfassungsänderung ist eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament erforderlich.