SPÖ ortet ÖVP-Wahlkampfshow auf Kosten der Steuerzahler und auf dem Rücken der Feuerwehren
Am Freitag, den 13. Jänner wurde mit einem groß inszenierten Spatenstich der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zu ungewöhnlicher Uhrzeit (17.00 Uhr) der Grundstein für ein gemeinsames Feuerwehrhaus der Wehren Hadres/Untermarkersdorf gelegt. SPÖ Bezirksgeschäftsführer Patrick Eber, SPÖ Gemeinderat in Zellerndorf und Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger, Spitzenkandidat der SPÖ im Bezirk Hollabrunn zur kommenden Landtagswahl, freuen sich, dass die beiden Feuerwehren nun ein modernes und zeitgemäßes gemeinsames Zuhause erhalten sollen und gratulieren den beiden Feuerwehren zu deren richtungsweisenden Schritt.
Die beiden stoßen sich jedoch wie viele weitere Bürgerinnen und Bürger aus dem Bezirk Hollabrunn an der Veranstaltung die rund um den Spatenstich inszeniert wurde und die ausschließlich auf den Wahlkampf-Terminplan von Mikl-Leitner zugeschnitten gewesen sein dürfte. „Sonst würde nicht im im Jänner bei Finsternis ein Spatenstich für ein Feuerwehrhaus durchgeführt, wo weder exakte Kosten noch detaillierte Pläne vorliegen. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden zuerst bei der Bundesenergiekostenförderung vergessen und werden nun auch noch für den Wahlkampf der VP NÖ missbraucht. Es musste mit dem Feuerwehrequipment die Wiese gegenüber dem Kindergarten ausgeleuchtet werden. Die Musikkapelle musste ausrücken. Es gab keine Einladung an Abgeordnete der anderen Parteien. Da kann nicht von einem gewöhnlichen Spatenstich gesprochen werden. Das ist Wahlkampf pur. Mir tun die Feuerwehrkameraden leid, die dafür herhalten müssen“, so Eber, selbst Feuerwehrmann und ebenfalls Landtagswahlkandidat auf der Bezirksliste.
Bei ihrer Ansprache, lässt die Landeshauptfrau zudem mit einem fragwürdigen Sager aufhorchen. „Wenn die Nasenspitze eures Bürgermeisters bei meiner Tür reinschaut, weiß ich, dass ich wieder mein Geldbörserl aufmachen muss“, so die Landeshauptfrau vor versammeltem Publikum. „Hier handelt es sich aber weder um das private Geld der Landeshauptfrau, noch um das Geld der Volkspartei, sondern um das Steuergeld der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, über das die Landeshauptfrau hier spricht“, so SPÖ Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger. Das offenbart die Haltung der Volkspartei gegenüber öffentlichen Geldern. Sie bestimmen, wer wieviel bekommt. „Das ist weder gerecht noch im Sinne der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Geld sollte nicht nach Gutdünken der Landeshauptfrau oder der VP NÖ vergeben, sondern gerecht verteilt werden. Alle in diesem Land haben gleiches Anrecht auf deren eigene Steuergelder. Dieses System, wo Bürger*innen zu Bittstellern der ÖVP degradiert werden, kann aber am 29. Jänner abgewählt werden.“, so Hinterberger.